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Zunächst einmal sieht < der Mensch > Sinn darin, etwas zu tun oder zu schaffen.
Darüber hinaus sieht er einen Sinn darin, etwas zu erleben, jemanden zu lieben;
aber auch noch in einer hoffnungslosen Situation, der er hilflos gegenüber steht,
sieht er unter Umständen einen Sinn. Worauf es ankommt, ist die Haltung und
Einstellung, mit der er einem unvermeidlichen und unabänderlichen Schicksal
begegnet.
(Frankl, 1972, 29)



Leitgedanken der AIM

Die AIM geht von einem "ganzheitlichen" Menschenbild aus, das psychologische, soziale und biologische Ansätze ("Vulnerabilitäts-Stress-Modelle") für die Entstehung und Manifestation psychischer Probleme bzw. Störungen heranzieht. Psychische Probleme stellen immer auch Sinnkrisen in der persönlichen Lebensgeschichte einer Person dar (Viktor Frankl, österreichischer Psychiater). Aaron Antonovsky, ein amerikanischer Medizinsoziologe, weist über die Begrifflichkeit des "Kohärenzsinnes" auf drei zentrale Bereiche hin, die eine Psychotherapie entscheidend mitbestimmen: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit psychischer Probleme bzw. Störungen.

Ein wesentliches Anliegen der angebotenen Weiterbildung ist es deshalb, nach einer umfassenden diagnostischen Erfassung der spezifischen Störungen (u.a. ICD oder DSM Diagnosekriterien), konkrete therapeutische Ansätze ("therapeutische Bausteine") in eine sorgfältige Fallkonzeption flexibel zu integrieren, die psychische Probleme / Störungen in ihrer Entstehung und Ausformung aufgrund einer guten Kenntnis der Lebensgeschichte und der damit verbundenen Besonderheit und Einmaligkeit der betreffenden Person versteht.

Neben dieser "Problemzentrierung und Defizitorientierung" wird ein besonderes Augenmerk auf die Ressourcen und das Potenzial der Selbstheilung / des Selbstmanagements der jeweiligen Person gelegt, um diese zusätzlich, vor allem auch bei schweren psychischen Störungen, durch eine Salutogenese bzw. Salutotherapie (A. Antonovsky), gezielt nutzen zu können.

Vor diesem Hintergrund umfasst die Weiterbildung in erster Linie (kognitiv-) verhaltens-therapeutische Inhalte, die punktuell und selektiv um weitere evidenzbasierte und wissenschaftlich fundierte Konzepte und Vorgehensweisen anderer Psychotherapie-richtungen ergänzt werden. Diese Ergänzungen befähigen jedoch nicht zur Durchführung einer methodenintegrativen Therapie, da der Schwerpunkt kognitiv behavioraler Therapien durchgängig gewahrt bleibt. Aber er gestattet den Teilnehmenden der Weiterbildungsgänge die Konzepte der Verhaltenstherapie durch ausgewählte theoretische Überlegungen und praktische Interventionen anderer Psychotherapieverfahren auf sinnvolle Art zu erweitern.

Damit setzen wir folgende Schwerpunkte, die wir den Teilnehmenden unserer Weiterbildung vermitteln möchten:

      Praktisches (Kennen-) Lernen und Einüben konkreter verhaltenstherapeutischer
          Techniken ("Bausteine") bei bestimmten Störungsbildern (ICD-Diagnosen) und
          deren Einsatz in der Praxis.
       -  Zusätzlicher Einbezug von Elementen anderer Therapierichtungen (z.B.
          tiefenpsychologische/psychoanalytische Verfahren, systemische Therapie,
          die die Verhaltenstherapie gezielt und punktuell ergänzen können.
       Vermittlung von (störungsspezifischem) theoretischem Basiswissen
          (z.B. Ätiologie, Epidemiologie, Verlauf, Diagnostik), das den aktuellen         
          wissenschaftlichen Erkenntnisstand reflektiert.
       -  Ausarbeiten und Wissen zu Inhalten (z.B. Diagnostik) effektiver Fallkonzeptionen,
          die in der Praxis zeitökonomisch umsetzbar sind: Anamnese und
          Lebensgeschichte; Problembeschreibung und Diagnostik; Therapieziele,
          -Planung und -Durchführung; kontrollierter Therapieverlauf und Erfolgsevaluation;
          Beziehungsgestaltung.
       Vermitteln einer ethischen und therapeutischen Grundhaltung im Umgang und
          damit in der Beziehungsgestaltung mit Patienten, insbesondere Empathie,
          unbedingte Wertschätzung und Kongruenz (Echtheit) (Carl Rogers).

Die AIM versucht durch die flexible Organisation des Curriculums, eine grösstmögliche Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Teilnehmenden bei den zu vermittelnden Inhalten zu gewährleisten.
In den jeweiligen Weiterbildungsgängen werden PsychologInnen und ÄrztInnen teilweise gemeinsam ausgebildet. Dies hat sich aufgrund der Erfahrungen vieler Jahre bewährt, da beide Berufsgruppen - aufgrund ihrer unterschiedlichen akademischen Vorbildungen - voneinander lernen können. Weiterhin beabsichtigt diese Form der Weiterbildung eine optimale und gleichberechtigte Zusammenarbeit im Berufsalltag.


Die AIM unterstützt "SOS Kinderdorf" in verschiedenen Teilen der Welt.


Bern, im März 2019

Für die Leitung der AIM:

Volker Roder